WINFLUENCE

Winfluence #2 HASS im Alltag (Ausschluss – Rassismus – Diskriminierung)

Der zweite Clip unseres Projektes Winfluence thematisiert den Ausschluss von Menschen aufgrund von Merkmalen. Im Clip handelt es sich um äusserliche Merkmale und der Ausschluss ist klar rassistisch motiviert. Wie gehen wir mit solchen Verhaltensweisen um? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Wie gehst du mit der emotionalen Empörung um wenn du solche Situationen beiwohnst. Diskutiere mit uns auf Youtube, Facebook oder Instagram. Wir freuen uns auf dich!

Winfluence #1 GENDER
Der erste Clip des Pilotprojekt Winfluence thematisiert den Umgang zwischen Männern und Frauen in unserer Gesellschaft. Was ist okay und was ist nicht okay? Wie gehen wir mit unerwünschten Verhaltensweise um? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Diskutiere mit uns auf Youtube, Facebook oder Instagram! Wir freuen uns darauf.

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Gewalttätiger Extremismus bringt unseren sozialen Frieden und unsere Sicherheit in Gefahr. Extremismus ist ein Randphänomen, welches aber in der Mitte unserer Gesellschaft entsteht und somit alle in unserer Gesellschaft betrifft. Dabei spielt die Lebenswelt Internet eine sehr wichtige Rolle. Der digitale Raum wird gezielt genutzt, um Hass und Hetze gegenüber Minderheiten oder extremistischer Propaganda zu verbreiten. Dazu werden soziale Medien, technische Möglichkeiten, wie Algorithmen, Social Bots und bezahlte Werbung, etc. ausgeschöpft. Extremistische Propaganda, sowie Hass und Hetze im Netz sind laut und aggressiv. Counter Speech und Zivilcourage scheinen dagegen leise und verzagt. Angehörige von Minderheiten, gegen welche gehetzt wird, fühlen sich zunehmend diskriminiert und ausgeschlossen und die skeptische oder ablehnende Bevölkerung sieht sich in ihrer Wahrnehmung und Meinung bestätigt. Die Ängste und die Ablehnung scheinen sich gegenseitig anzutreiben und die gegenseitige Radikalisierung zu unterstützen – ein Perpetuum-Mobile des Extremismus. Weiter zu berücksichtigen ist, dass auch in moderaten Kreisen ist eine zunehmende Polarisierung spürbar ist.

Junge Menschen sprechen andere (junge) Menschen mit selbstentwickelten Inhalten direkt an und vermitteln so niederschwellig alternative Narrative zu den Themen, die Menschen beschäftigen. Sie sind dabei persönliche Botschafter für Respekt, Toleranz und Verständnis für Andersdenkende, für ein Miteinander und demystifizieren radikales Gedankengut auf unterhaltsame, niederschwellige und undogmatische Weise für ein breites Publikum.

Winfluence ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Jugendinfo Winterthur, der FSEG Winterthur und der Stadt Winterthur.

Die Inhalte der Videos von Winfluence werden gemeinsam mit Jugendlichen entlang der Merkmale problematischer Gruppierungen erarbeitet.

Was sind problematische Gruppierungen?
Unsere Gesellschaft ist geprägt von einer Vielfalt von sozialen Ordnungssystemen wie Werthaltungen, Menschenbildern und Weltanschauungen etc. Wir unterscheiden zwischen politischen, kulturellen, sozialen und religiösen geprägten Strömungen. Problematisch werden diese, wenn sie die Interaktion und den Austausch im gesellschaftlichen Zusammenleben behindern und stören. Je mehr eine Gruppe polarisiert, je radikaler, je extremer sie denkt, umso mehr entfernt sie sich von der Mitte – dem Konsens – der Gesellschaft. Der Konsens als Mitte der Gesellschaft ist die Basis für eine demokratische, partizipative Gesellschaft. Somit befindet sich Extremismus, welcher je extremer umso weniger Interaktionsfähigkeit aufweist, an den Rändern der jeweiligen Gesellschaft, d.h. je radikaler, um so näher am Rand. Durch die Integration problematischer Gruppierungen durch die Zivilgesellschaft (zurück in die Mitte der Gesellschaft) wird Extremismus präventiv entgegen gewirkt und der Radikalisierungsprozess wird unterbrochen. Solange sich problematische Gruppierungen von Gewalt distanzieren, sollte die Integration durch die Zivilgesellschaft und ihre Institutionen gelingen.

1. Diskriminierung/ Demokratiefeindlich/ Menschenrechtsfeindlich
Diskriminierung von Menschen nach Herkunft, Aussehen, Geschlecht, Weltanschauung / Religion oder sexueller Orientierung. Die Gruppen gestehen nicht allen Menschen dieselben Rechte und Freiheiten zu. Sie unterteilen in Menschen, welche diese Rechte in Anspruch nehmen, und Menschen, welche diese Rechte nicht in Anspruch nehmen dürfen. Damit legitimieren sie den Machtanspruch.

2. Drohungen
Die Gruppe setzt Drohbotschaften ein, um die Mitglieder auf Linie zu halten, etwa indem Aussteigern ein schlimmes Schicksal angekündigt wird.

3. Überwachung & Kontrolle 
Die Gruppe kontrolliert ihre Mitglieder, sei es durch die enge Führung, durch gegenseitige Bespitzelung oder gar durch einen internen Geheimdienst.

4. Weltherrschaftspläne & Absolutheitsanspruch 
Die Gruppe strebt die Ablösung der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung durch eine Welt unter ihrer Herrschaft und/oder nach ihren Regeln an. Der Einsatz von Gewalt ist Option.

5. Allheilmittel und Paradies
Die Gruppe macht Versprechungen und bietet Methoden an, welche angeblich alle möglichen Leiden und Probleme beheben soll.

6. Verschwörungstheorien
Die Gruppe greift zu Verschwörungstheorien, wenn die Welt sich nicht so präsentiert, wie sie es nach der Lehre der Gruppe tun müsste.

7. Schwarz-Weiss-Denken
Die Gruppe lehrt, dass nur die Menschen gerettet werden, die der Gemeinschaft folgen.

8. Love bombing 
Interessenten werden mit Komplimenten und Zuneigung überschüttet, so dass der Eindruck entsteht, die bestmöglichen Freunde gefunden zu haben. Oder Sie werden als Auserwählte und besonders Talentierte dargestellt. Mit der Zeit muss die Zuwendung verdient werden.

9. Meidung von Aussteigern
Menschen, die der Gruppe den Rücken gekehrt haben, gelten als Abtrünnige und Verräter. Den Mitgliedern wird jeglicher Kontakt zu ehemaligen Anhängern strikte verboten.

10. Doppelgesicht
Die Gruppe präsentiert sich gegen aussen komplett anders als gegen innen. Die Selbstdarstellung in der Werbung hat mit der inneren Realität wenig gemein.

11. Tradiertes Rollenbild 
Die Gruppe sieht für Frauen und Männer tradierte Rollen vor. Männer und Frauen werden prinzipiell nicht gleichberechtigt behandelt

12. Verbreiten von Angst und Unsicherheit von Aussen
Innerhalb der Gruppierung wird Schutz geboten von den Gefahren von aussen (ausserhalb der Welt der Ideologie. Die potentiellen Gefahren von Aussen werden hervorgehoben um Angst und Unsicherheit zu schüren.

13. Missionieren
Die Gruppe verbreitet mit (aggressiven) Werbeversuchen eine Ideologie oder Glaubenslehre aktiv unter Andersdenkenden oder Andersgläubigen. Eine Aufgabe, welche die Gruppe jedem Mitglied auferlegt ist neue Mitglieder zu Werben (Schneeballeffekt) um die Ideologie weiter zu verbreiten und immer mehr Menschen zu ihr zu bekehren. Dafür wird viel Zeit investiert und der/m Interessierten* wird alle Aufmerksamkeit geschenkt. Rhetorisch wird dabei mit (falscher) Logik argumentiert und Gegenargument werden mit sich selbst bestätigenden logischen Setzungen/ Normierungen/Behauptungen widerlegt.