Miteinander wirkt!

Wir suchen noch teilnehmende geflüchtete Menschen für Gruppendiskussionen! Hast Du Interesse? Dann melde dich gleich an und sag es weiter. Mehr Infos findest Du hier!

Das Projekt „Miteinander wirkt“ nimmt verschiedene Angebote und Projekte im Freizeitbereich unter die Lupe und betrachtet ihre Wirkung aus der Sicht geflüchteter Menschen. Der Fokus liegt auf Angeboten und Projekten, welche ab 2015 im Raum Zürich entstanden sind und von geflüchteten Menschen besucht werden. Wir finden heraus, wie Menschen mit Fluchthintergrund diese Angebote beurteilen. Was finden sie gut, was nicht? Was vermissen sie? Ihnen wird ein offenes Ohr geboten und ihre Meinungen und Einschätzungen werden durch das Projekt zusammengefasst veröffentlicht. Damit wird das Ziel, „direkt Betroffene in die Gestaltung von Angeboten für sie miteinzubeziehen“ verfolgt – um einen kleinen Schritt in die Richtung einer inklusiveren Gesellschaft zu machen. Denn Inklusion kann nur „miteinander“ bewirkt werden.

Ausgangslage des Projekts
Im Raum Zürich, wo die Organisation JASS hauptsächlich tätig ist, gibt es ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten für geflüchtete Menschen. Oftmals werden diese Angebote von Menschen der Aufnahmegesellschaft organisiert und durchgeführt, ohne dass geflüchtete Menschen in den Planungs- und Organisationsprozess miteinbezogen werden. Es wird oftmals über geflüchtete Menschen gesprochen statt mit ihnen.

Gerade im Bereich der Arbeit mit geflüchteten Menschen ist die Machtasymmetrie zwischen „Helfenden“ und „Hilfeempfangenden“ besonders gross, was das Risiko von Paternalismus und Kulturalisierungen erhöht (Schilliger, 2017, S. 208). Es besteht die Gefahr, dass geflüchtete Menschen als Hilfe empfangende Objekte behandelt werden, statt als autonome Subjekte. Für sie ist somit die Möglichkeit zu Mitsprache und Mitgestaltung nicht gesichert. Die kritische Reflexion bestehender Projekte und Angebote scheint also eine sinnvolle und notwendige Massnahme zu sein, um Partizipationsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen zu sichern und die Angebote nachhaltig zu verankern.

Ziele des Projekts. Das Projekt „Miteinander wirkt“ hat Wirkung bei drei Gruppen zum Ziel:

Primärzielgruppe: Wen müssen wir im Projekt unbedingt dabei haben?
Erwachsene Menschen mit Fluchterfahrungen, die zwischen 2015 und 2017 in die Schweiz gekommen sind, da Freizeitangebote besuchen oder besucht haben, und die über für eine Gruppendiskussion notwendige Deutschkenntnisse verfügen.

->Ziel: Teilnehmende geflüchtete Menschen fühlen sich an den Gruppendiskussionen wertgeschätzt und konnten ihre Anliegen einbringen.

 Sekundärzielgruppe: An wen richtet sich das Projekt?
Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen im Raum Zürich, welche im Freizeitbereich Angebote und Projekte für geflüchtete Menschen organisieren und durchführen. Sie sollen freien Zugang zu den Ergebnissen des Projektes haben, um diese bei Bedarf und Interesse in die Freizeitgestaltung einfliessen zu lassen.

->Ziel: Der Bericht wirkt auf Anbietende von Freizeitangeboten für geflüchtete Menschen im Raum Zürich zuverlässig. Sie haben durch den Bericht neue Erkenntnisse für ihre Arbeit mit geflüchteten Menschen gewonnen.

Tertiärzielgruppe: Wen könnte das Projekt sonst noch interessieren?
Geldgebenden, wie Gemeinden, Behörden oder Stiftungen, welche Projekte und Angebote im Freizeitbereich für geflüchtete Menschen finanziell unterstützen, helfen die Ergebnisse von „Miteinander wirkt“ bei der Verwendung von Geldern. Partizipation könnte zu einem Qualitätsmerkmal für Projekte und Angebote werden.

->Ziel: Der Bericht wirkt auf die Tertiärzielgruppe aufgrund einer systematischen Bearbeitung zuverlässig.

Massnahmen
In einer Dokumentenanalyse von Publikationen relevanter Anbietender von Freizeitaktivitäten im Raum Zürich (Sekundärzielgruppe) werden erste Erkenntnisse erfasst und ein Überblick über die verschiedenen Angebote und Akteure gewonnen. Anschliessend werden ca. acht Gruppendiskussionen mit insgesamt mindestens 30 geflüchteten Menschen (Primärzielgruppe) durchgeführt. Die Teilnehmenden geben ein allgemeines Feedback zu bestehenden, für sie gestalteten Angeboten und Projekten im Freizeitbereich. Die in den Gruppendiskussionen erfassten Anliegen geflüchteter Menschen an für sie gestaltete Freizeitangebote werden systematisch ausgewertet und in Form eines Berichts veröffentlicht. Mit dieser Auswertung bestehender Projekte und Angebote durch geflüchtete Menschen wird klarer, ob Partizipation gewährleistet ist und ob die Angebote den Anliegen von Betroffenen entsprechen.

Genauere Infos zum Projekt „Miteinander wirkt“ findest Du im Konzept.